Ein neues Laufrad – worauf du beim Kauf unbedingt achten solltest

Dank unseres Großen konnten wir schon eine Menge Erfahrung sammeln was die Modellvielfalt von Dreirädern und Laufrädern betrifft. Jetzt kommt auch der Kleine langsam in das Alter, wo wir erneut über dieses Thema nachdenken müssen.

Ein Laufrad ist in erster Linie ein Spielzeug, das dem Kind gefallen muss.

Außerdem wird es durch das Fahren in der Entwicklung seiner motorischen Fähigkeiten und seines Gleichgewichtssinns geschult und die Körperhaltung sowie der Antrieb per Beine kommen schon ziemlich nahe an das Fahrrad fahren heran, weshalb es schon eine super Vorbereitung dafür ist.

Bevor ihr allerdings mit den ersten Fahrversuchen startet muss dein Kind auf jeden Fall sicher laufen und gut alleine stehen können um sicher die neuen Bewegungsabläufe lernen zu können. Mit Modellen wie dem Puky PUKYlino kann man so ca. ab 1 bis 1 1/2 Jahren starten, richtige Laufräder solle man erst ab 2 bis 2 1/2 Jahren in Betracht ziehen. Einen kleinen Abriss über unsere Erfahrungen mit den verschiedenen Modellen findest du hier.

Worauf muss man also bei Kauf eines Laufrades alles achten?

Qualitäts- und Prüfsiegel

Die meisten Hersteller lassen ihre Laufräder mit dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit und anderen Qualitätssiegeln zertifizieren, um zu zeigen, dass ihr Laufrad Modell den aktuellen Sicherheitsvorschriften entspricht. Fehlt ein solches Prüfsiegel, solltest du besser zu einem anderen Modell greifen.
Da das Laufrad nur Spielzeug ist, muss es auch nur den geltenden Spielzeugrichtlinien genügen. Es sollte aber auf jeden Fall die europäische Sicherheitsnorm für Spielzeug EN 71 erfüllen. Hier wird beispielsweise überprüft, ob die verbauten Materialien und deren Inhaltsstoffe als unbedenklich gelten.

Die Körpergröße deines Kindes

Damit dein Kind sicher fahren kann, muss es, wenn es auf dem Laufrad sitzt mit beiden Füßen den Boden erreichen können. Die Beine sollten dabei leicht angewinkelt sein, damit es sich auch vorwärts schieben kann.

Material

Holz- oder Metall-Laufrad? Metall-Laufräder sind auf lange sich haltbarer und nicht so anfällig was Temperaturunterschiede und Feuchtigkeit betrifft. Beim Kauf musst du unbedingt darauf achten, das alle Kunststoffteile mit „PVC-frei“ gekennzeichnet sind.
Solltest du dich für ein Holzlaufrad entscheiden, ist es wichtig es geschützt und trocken zu lagern, wenn es nicht gefahren wird.

Sattel

Der Sattel muss auf jeden Fall höhenverstellbar sein. Nur so kannst du das Laufrad perfekt an dein Kind anpassen. Form und Polsterung müssen passen. Am besten lässt du dein Kind Probesitzen, damit es dir sagen kann, ob es irgendwo drückt oder zwickt!

Lenker

Der Lenkeinschlag sollte unbedingt begrenzt sein, damit es nicht zu einem Sturz durch Überlenken kommen kann. Dick gepolsterte Lenkerenden und Lenkerpolster schützen außerdem vor Verletzungen wenn es doch mal zum Unfall kommt. Was es noch alles aus Sicherheitssicht zu beachten gibt, erfährst du auch hier in diesem tollen Ebook zum Thema Fahrradsicherheit für Kinder.

Gewicht

Das Gewicht ist vor allem für den Fahrspaß wichtig. Ist das Laufrad zu schwer, gerät dein Kind schnell an seine Leistungsgrenzen und schon ist es vorbei mit dem Fahrvergnügen. Außerdem kann es so das Laufrad besser halten, heben und somit auch einfacher zu beherrschen.

Einstieg

Solange dein Kind noch klein ist wird es zwischen Lenker und Sattel aufsteigen. Eerst später wenn es größer ist wird es wie dann auch beim Fahrrad das Bein über den Sattel schwingen. Der Einstig muss also möglichst niedrig sein, damit es schnell und sicher Auf- und Absteigen kann.

Reifen

Laufräder mit Luftreifen sind immer besser als Modelle mit Schaumgummi- oder Vollgummi-Reifen. Luftreifen federn einfach besser ab und sind so auch für unebene Untergründe geeignet.

Klingeln, Taschen und Zubehör

Wer mit seinem Kind schon mal auf dem Laufrad in der Fußgängerzone unterwegs war, weiß eine Klingel zu schätzen. Auf jeden Fall gut und wichtig: Ein Polster für den Lenker. Das schützt vor Verletzungen und schaut schick aus. Auch eine Lenkertasche schadet nicht. So ist alles was unterwegs so eingesammelt wird schnell verstaut.

Preis

Wir haben uns beim Laufradkauf für den Fachhandel entschieden. Vorteil hier: Man kann die in Frage kommenden Modell testen und hat im Erstfall einen Ansprechpartner bei Reklamationen oder Reparaturen. Auch ein Kauf über Amazon kommt durchaus in Frage, da einem hier bei Reklamationen und Garantieansprüchen umgehend geholfen wird und eine  Ersatz oft schon innerhalb von 24h da ist. Hierfür sollte man allerdings eine Prime-Mitgliedschaft haben.  😉

Was nicht unbedingt zu empfehlen ist: Der Kauf bei Discounter. Oft gibt es keine Ersatzteile und auch im Garantiefall gibt es meist nur das Geld zurück aber keinen Ersatz. Das kann dann natürlich zu leichten Verstimmungen bei deinem Kind führen. Leider haben auch in verschiedenen Tests zum Beispiels bei Stiftung Warentest und Ökotest insbesondere Laufräder der unteren Preiskategorie schlecht abschnitten, da die günstigen Materialien und die Bauteile oftmals einfach und schnell gefertigt wurden.

 

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Micha ist IT Berater, viel zu viel auf Reisen, Teilzeitpapa, Blogger, VW Touran Fahrer und leidenschaftlicher Im-Auto-Flucher. Micha ist mit Julia verheiratet. Zusammen haben sie zwei wundervolle Söhne. Die Beiden sind ihre Inspiration aber auch ihre Motivation, manchmal auch ihr nervliches Ende...

3 Kommentare zu “Ein neues Laufrad – worauf du beim Kauf unbedingt achten solltest

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  2. Guter Überblick, das Thema Lenkereinschlag ist allerdings umstritten, es gibt Hersteller, die lehnen diesen bewusst ab. Scheinbar hilft er eher sehr jungen Kindern und hindert später mehr. Ergänzen könnte man noch eine Bremsfunktion, die allerdings erst dann nutzt, wenn die Kinder ab 3 Jahren etwas mehr Kraft in den Händen haben.

  3. Sehr informativer Artikel! Ein weiteres sinnvolles Zubehörteil zum Laufrad ist ein Tragegurt. Der hilft Mama und Papa enorm, wenn den Kiddies bei der Laufrad-Tour die Puste ausgeht. Damit lässt sich das Kinderfahrzeug bequem nach Hause tragen.

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