Mein Freund Teddy.

Es gibt da eine Geschichte die mich schon lange Zeit verfolgt. Es geht um ein kleines Mädchen und ihre Stofftier. Kennt ihr auch so ein Kind? Ein Kind, das ohne sein Stofftier nicht das Haus verlassen kann? Dessen größter Freund und treuster Weggefährte sein Stofftier ist?

Bisher fand ich es einfach nur niedlich anzusehen wir Kinder ihren treuen Begleiter überall mit hin nehmen. Ich habe mir auch nie so wirklich Gedanken darüber gemacht, dass manchmal auch mehr dahinter steckt als man auf den ersten Blick sieht.

Friederike hat in ihrem Blogbeitrag „Meine nächtlichen Beschützer“ ihre Kindheitserlebnisse geschildert und zumindest mir damit tiefen Einblicke in eine sonst so verborgene Welt gegeben. Eine Welt aus Kinderaugen und vor allem aus einer Kinderseele. Ein kleines Mädchen, dass Schutz dort sucht, wo es ihn am ehesten bekommt, nicht bei ihren Eltern, sondern bei sich und ihrer Stofftierarmada.

„Meine Stofftier-Armada beschützte mich in diesen Situationen, in den langen Nächten. Sie blieben bei mir, wenn sonst jeder mich verlassen hatte. Sie hatten mich auch dann lieb, wenn ich mich albern verhielt und „vor nichts“ Angst hatte. Denn in solchen Situationen Unterschlupf im Bett meiner Eltern zu finden war nicht möglich – ich hatte es natürlich versucht, wurde jedoch zurück- – nein, nicht gebracht; geschickt.“

Mit nur wenigen Worten zeigt sie wie unbedacht wir Erwachsenen oft mit einfachen Worten so viel zerstören und es nicht einmal merken. Wie ein für uns „sinnvolles“ Einschlafritual für dieses kleine Wesen zur Tortur werden kann und eine kleine Seele bis in das Erwachsenenalter beeinflusst.

Friederike, danke für diesen Einblick! Vielleicht hilft er manchen, es einfach besser zu machen…

Friederike’s Beitrag „Meine nächtlichen Beschützer“ findest du auf 2kindchaos.com

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