DIY Sandkasten XXL: Spielinsel Hubi

In einem Anflug maßloser Selbstüberschätzung habe ich mal wieder ein kleines Heimwerkerprojekt angefangen. Ein DIY Sandkasten sollte es diesmal werden. Klar – ein ganz normaler Sandkasten hat Papa wieder nicht gereicht und so ist es die XXL Version HUBI aus der TOOM-Kreativecke geworden.

Dieser Beitrag wurde durch unseren Kooperationspartner TOOM-Baumarkt unterstützt.

Meine Jungs haben sich einen neuen Sandkasten gewünscht. Der alte, bei Oma im Garten, war so langsam am Verrotten und so musste ganz schnell ein Neuer her. Weil so einen normalen Sandkasten aber jeder bauen kann und sich meine Jungs etwas Besonderes gewünscht haben, hab ich mich ein wenig auf die Suche gemacht und bin dabei auf die Bauanleitung Spielinsel HUBI von Toom gestoßen.

Unser Großer liebt Hubschrauber und Flugzeuge. Nachdem wir ihm die Bilder von Hubi im Internet gezeigt haben, war er Feuer und Flamme. Genau der sollte es sein! Also die Bauanleitung runter geladen, durchgelesen und einen Plan gemacht. Die Bauanleitung für die Spielinsel HUBI ist wirklich umfassen und auch gut erklärt. Es gibt aber ein paar Dinge, die ich nach diesem besonderen Projekt gern hier noch separat erklären möchte. Das macht die Arbeit für dich (hoffentlich) leichter und ich kann ein wenig aus dem Schrauberkästchen plaudern.

Auf dem Papier wirkt die Teileliste noch relativ überschaubar und auch die Dimensionen von Hubi sind noch nicht so wirklich in Relation zum Garten zu setzten. Eins vorn weg. Hubi ist wirklich groß! Wenn du Hubi also nachbauen möchtest, empfehle ich dir unbedingt einmal die Stelle, an der die Spielinsel später stehen soll mal mit Bretter oder ähnlichen abzustecken. So kannst du sehen, ob du wirklich genug Platz hast.

Vorbereitung: Materialkauf für die Spielinsel

Ich bin also mit meiner Teileliste ab in den Toom-Baumarkt. Und hier kommen wir zum ersten Moment, in dem mir meine Selbstüberschätzung bewusst wurde.

Als ich alle benötigten Teile verladen hatte, wurde mir sehr schnell klar, dass dieses Projekt alle meine bisherigen DIY-Projekte in den Schatten stellen wird. Der Wagen bzw. DIE Wagen waren dermaßen voll und schwer, dass ich mir so alleine ganz schön verlassen vorkam. Auch dämmerte mir so langsam, dass mein „kleiner“ VW Touran vielleicht ein wenig an seine Grenzen stoßen könnte…

Aber in der Anleitung stand ja gleich an erster Stelle ein Schlüsselsatz: Lassen Sie sich alle Gerüstdielen (1-12) […die verdammten Dinger sind 5 Meter lang und unglaublich schwer…], Glattkantbretter (13-25) und die Siebdruckplatte (26) in Ihrem toom Baumarkt zuschneiden. Gesagt, getan. Zugeschnitten wird das alles schon irgendwie passen.

Dem Gesichtsausdruck des freundlichen Toom-Mitarbeites am Zuschnitt war deutlich zu entnehmen, dass er sich gerade seinen Feierabend abgeschminkt hat, als ich mit meiner LKW-Ladung Bretter um die Ecke kam. Witziger Weise konnte er auch schon an meiner Bretterladung erkennen, dass hier wohl ein Hubi in Planung ist. Trotz gefährdetem Feierabend hatten wir aber eine Menge Spaß und dank einer Menge Holz auch genug Zeit für nette Gespräche. 😉

Der Zuschnitt dauerte dann so ca. 30 bis 60 Minuten und dann musste der ganze Kladderadatsch auch nur noch ins Auto. Vorausgesetzt das Auto ist groß genug. Mein Touran hat es gerade so gepackt…

Wo gehobelt wird, da fallen Späne… Was benötigst du alles, um dir die Spielinsel Hubi selbst bauen zu können?

(Die vollständige Bauanleitung, Material- und Werkzeugliste findest du auf der Hubi Seite von Toom.)

Neben jeder Menge Holz, noch viel mehr Schrauben, Farbe und Holzschutz benötigst du vor allem gutes Werkzeug! Hier mal die Aufstellung, welche Toom vorschlägt:

  • Zollstock
  • Bleistift
  • Anreißwinkel
  • großer Zirkel
  • Akkuschrauber
  • Bohrmaschine, 4-mm-, 5-mm-, 9-mm- und 11-mm-Holzbohrer
  • Stichsäge
  • Eisensäge
  • Halbrundraspel
  • Halbrundfeile
  • Eisenfeile
  • grobes und feines Schleifpapier
  • ein 13er- und zwei 17er-Maulschlüssel

Als Hobbyheimwerker habe ich die Liste natürlich ein wenig abgewandelt, um den Schwierigkeitsgrad auch angemessen zu erhöhen:

  • Zollstock und Stift (ganz wichtig!)
  • eine Sticksäge kabellos und eine Stichsäge netzgebunden (mehr Power!) – Holz- und Eisensägeblätter
  • einen Akkuschrauber UND eine Akkubohrmaschine
  • eine Tischsäge (mit Gehrung!)
  • einen Bandschleifer und einen Schwingschleifer
  • diverses Kleinwerkzeug usw.
  • kleiner und großer Untersetzer als Schablone für die Rundungen
  • ein 13er- und zwei 17er-Maulschlüssel
  • grobes (!!!) und feines Schleifpapier

Und schon kann es losgehen mit den Vorarbeiten

Zuerst mussten die Glattkantbretter, wie in der Bauanleitung beschrieben, auf Gehrung zugesägt werden. Die Gerüstdielen sollten ja bereit zugesägt sein und werden dann später mit der Stichsäge angepasst.

Die Rundungen für die Rotorblätter habe ich einfach mit einen Untersetzer angezeichnet und dann mit der Stichsäge zugesägt:

Die auf Gehrung gesägten Glattkantbretter bilden dann den Rahmen, der die Außenhaut aus den Gerüstdielen zusammen hält. Wenn du die Bretter zugeschnitten hast, kannst du die Außenhaut, wie in der Beschreibung flach vor dir auslegen und die Glattkantbretter zurecht legen:

Jetzt geht es an das Zusammenbauen

Wenn du alles passend zurecht geschoben hast kannst du auch gleich mit dem Zusammenschrauben beginnen. Mein Tipp: Ich habe zuerst eine Seite zusammengeschraubt und dann die andere Seite (gespiegelt) drauf gelegt zum Zusammenbauen. So sind beide Seiten wirklich identisch und alles passt dann beim Zusammensetzen. Und lieber nicht zu sparsam mit den Schrauben sein. Die Gerüstdielen sind wirklich massiv und schwer und sollte gut verschraubt werden, damit auch wirklich alles hält!

Wenn du die Seitenwände verschraubt hast, musst du dir die äußeren Umrisse aufzeichnen und mit der Sticksäge möglichst genau zusägen. ACHTUNG: Mach zunächst nur die eine Seitenwand und dann benutze, wie oben schon beschrieben, diese Seitenwand als Schablone für die Zweite. So sind auch hier wieder beide Seiten identisch  und alles passt dann haargenau zusammen.

Wenn beide Seitenteile zugesägt sind, geht es ans Schleifen. Die kompletten Seitenwände und die Sägekanten müssen schön glatt gehobelt werden. Nimm am Besten einen Bandschleifen mit groben Schleifpapier. Die groben Gerüstdielen müssen wirklich gründlich geschliffen werden.

Wenn alles schön glatt ist, solltest du dich an den ersten Holzschutzanstrich machen, damit auch die Stellen, die nach der Montage der Querbretter abgedeckt sind ordentlich geschützt sind. Hab ich schon erwähnt, dass ich bis hierhin fast zwei Tage gebraucht habe…?  😉

Die Endmontage (Tag 3)

Alle weiteren Bretter und Dielen, die du jetzt zum Zusammensetzten brauchst, sollten ja bereits zugeschnitten sein. Die Gerüstdielen für den Sitz, das Armaturenbrett und die hintere Querwand müssen jetzt noch abgeschliffen werden. Dann kannst du die beiden Seitenteile auf einer möglichst waagerechten Fläche, wie in der Bauanleitung beschrieben, mittels der Gerüstdielen verschrauben. Die Stellen der Dielen, die beim Zusammenbauen verdeckt werden, habe ich gleich in einem Arbeitgang mit Holzschutz gestrichen und verschraubt.

Alle weiteren Schritte, wie der Heck- und Hauptrotor lassen sich gut wie in der Anleitung erklärt umsetzten, wobei du auch hier die Rotorblätter vor dem Zusammensetzen schon lackieren solltest, damit später kein Wasser eindringen kann. Die Schraublöcher solltest du dann im Anschluss auch noch mal mit Lack versiegeln.

Wenn du dir jetzt auch einen Hubi bauen möchtest, solltest du unbedingt 2 bis 4 Tage Zeit und auch ein nicht gerade kleines Budget einplanen. Sämtliches Baumaterial, Holz, Metallwaren, Farben,Holzschutz und Kleinteile schlagen mit etwa 380 Euro zu Buche (Preise können sich regional unterscheiden). Hubi ist zwar ein recht teurer und sehr zeitaufwändiger DIY-Sandkasten aber das Ergebnis begeistert die Kinder und wird fleißig bespielt.

Fertig schaut unser XXL DIY-Sandkasten Hubi dann so aus:

Die doppelte Sitzbank mit Rückenlehne gibt es so übrigens nicht in der Bauanleitung. Die habe ich am Schluss noch eben schnell aus dem Restholz gezimmert.

Das benötigte Holz und Eisenwaren bekommst du am günstigsten bei deinem TOOM Baumarkt. Und viele weitere tolle Bauideen und Inspirationen für Kinder gibt’s in der Toom Kreativwerkstatt.

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6 Kommentare zu “DIY Sandkasten XXL: Spielinsel Hubi

  1. Hallo Micha,
    Ich bin hin und weg, habe den kompletten Post gelesen und finde euren Hubi nur einsame Klasse. Hast du toll gemacht und super beschrieben. Hätten wir nen Garten, den würde ich auch gern im Garten stehen haben.
    Lieben Gruß,
    Petra

  2. Mega cool! Respekt! Klar dass deine Jungs das lieben! Aber nach deiner Beschreibung wird es diesen tollen Hubi wohl bei uns nie geben Da sind wir leider handwerklich zu unbegabt. Aber ein bisschen sehr neidisch bin ich schon Lg Sonja

  3. Wooow!!! Das ist eine wirklich coole Idee Und richtig toll umgesetzt
    Leider wird so einen Sandkasten bei uns wohl auch nicht geben – aus dem gleichen Grund wie bei Sonja

  4. Vielen Dank für die Idee. Ich finde diesen Sandkasten großartig.

  5. Hallo Micha,
    erstmal mein riesen Respekt für dein Projekt. Dein Hubschrauber ist dir wirklich gut gelungen!
    Und vor Allem schön dass deine Kinder so einen Spaß damit haben.

    Ich weiß nämlich selbst wieviel Arbeit und Mühe in dem Hubschrauber stecken.
    Beim Einkaufen im Toom Baumarkt bin ich über das Werbeplakat mit den Selbstbauideen gestolpert.
    Und als ich den Hubschrauber gesehen habe dachte ich Boooh….der ist genial.

    Was soll ich sagen?! Nun ist meine Garage auch ein Hubschrauber Hanga.
    Ich habe den Hubschrauber auch gebaut.

    Dadurch bin ich auf deiner Seite gelandet. Ich war einfach neugierig ob schon jemand anderes
    den Hubschrauber gebaut hat, und welche Erfahrung es dazu gibt?

    Mir ging es dabei ähnlich wie dir. Ich habe spontan eingekauft anhand der Liste. Und an der Kasse mit dem vollem Wagen erstmal große Augen bekommen als ich die Summe hörte.

    Aber egal dachte ich, dass zieh ich jetzt durch. Also die Dielen zu Hause erstmal gehobelt, gefast und mich dann an den Zuschnitt gemacht. Und da wurde mir auch erst wirklich bewußt wie groß der Hubschrauber am Ende wirklich wird.
    Da musste ich selbst staunen!

    Nach 50 mühevollen Arbeitsstunden ( incl. kleiner Modifikationen ) habe ich dann meinen Hubschrauber fertig gestellt.
    Das streichen und lasieren hat gefühlt am längsten gedauert, grins.

    Meine Frau und ich haben leider keine Kinder die sich daran freuen können. Klar fragt man sich jetzt: Und warum bau ich dann sowas? Ganz einfach. Der Hubschrauber hat es mir einfach angetan. Ich finde den wirklich Klasse und hatte einfach riesen Lust und Spaß daran den zu bauen.

    Und damit der nun auch seinen Zweck erfüllen kann biete ich ihn zum Kauf an.
    Sollte also hier jemand Interesse haben kann er sich gerne melden. Ich würde mich freuen wenn sich kleine Piloten finden die ihren Spaß daran haben.

    Viele Grüße
    Thomas

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